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For the first time at the Frankfurt Book Fair

 

🌼 English version below 🌼

Ein herzliches Hallo!

Wie schön, dass ihr diese Zeilen lest. Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gekommen und 2026 hat euch warm und lieb empfangen.

Während ich diese Zeilen tippe neigt sich der Januar schon wieder dem Ende zu, doch bevor wir im nächsten Post über all die feinen Pläne für 2026 sprechen, möchte ich heute nochmal einen Rückblick auf den letzten Herbst werfen.

Für mich war der Oktober ein besonderer Monat, der ganz unter dem Motto „Bilderbuch“ stand. Schon sehr lange begleitet mich der Wunsch, Bücher zu schreiben und zu illustrieren. Ich hielt ihn jedoch für unerreichbar und schob dieses Vorhaben immer wieder auf. In einer unbestimmten Zukunft, wenn ich endlich gut genug zeichnen und schreiben könnte, dann würde ich es versuchen. Ganz bestimmt!

Doch seien wir ehrlich, dieser Zeitpunkt trifft nie ein, wenn wir nur passiv darauf warten. Obwohl ich das wusste, brauchte es einen Impuls von außen, damit ich endlich in die Gänge kam. Dieser Impuls erfasste mich wie eine süße Welle Kakao im Gespräch mit einer lieben Kundin auf der Dokomi 2024. Während sie ihren Einkauf verstaute, erzählte sie ganz beiläufig, dass sie Lektorin sei und mein Stil für den Kinderbuchmarkt gut geeignet sein könnte. Ich trieb das ganze Convention-Wochenende selig wie ein Marshmallow in diesem Kompliment-Kakao und konnte nur noch daran denken, dass mein Wunsch, in der Buchbranche zu arbeiten, vielleicht doch gar nicht so unrealistisch war.

Im November 2024 veröffentlichten Katherine (@katoylop) und ich dann im Selbstverlag unser Bilderbuch „Zusammen schmeckt alles am besten“. Es war ein arbeitsreiches Unterfangen, wodurch ich wahnsinnig viel über den Entstehungsprozess von Büchern gelernt habe. Vor allem aber habe ich gespürt, dass ich unbedingt weitere Bücher machen möchte.

2025 begann für mich dann die Arbeit an einem neuen Buchprojekt, über dessen Geschichte ich hier aber noch nicht viel verraten möchte. Im Herbst war dieses Projekt so weit ausgereift, dass ich es als Exposé mit auf die Frankfurter Buchmesse nehmen konnte.    

Just in time konnte ich auch endlich Abschied von meinem Stützschuh nehmen und langsam wieder anfangen zu laufen. Es dauerte eine ganze Weile, bis mein Fuß nicht mehr geschwollen war und ich ihn wieder normal bewegen konnte, aber ich war so dankbar und glücklich über meine zurückgewonnene Bewegungsfreiheit, dass es mich überhaupt nicht störte, nur im Schneckentempo über die Buchmesse humpeln zu können.

Ausgestattet mit einem kleinen Campinghocker und reichlich Nervennahrung fand ich mich Mitte Oktober zum ersten Mal in den langen Illustrator*innenschlangen der Verlagsstände wieder. Ich hatte im Vorfeld fleißig recherchiert zu welchen Verlagen meine Geschichte vielleicht passen könnte und wann diese ihre Sprechstunden abhielten. An sich war ich gut vorbereitet, doch mir klopfte das Herz trotzdem bis zum Hals und ich befürchtete jedes Mal, die Lektor*innen würden anfangen zu lachen, sobald ich mein Portfolio öffnete. Glücklicherweise bewahrheitete sich diese Sorge nicht und alle Gespräche verliefen sehr wertschätzend und freundlich. Für eine ausführliche Unterhaltung war in diesem Rahmen allerdings keine Zeit, denn es standen oft an die hundert Illustrator*innen in einer Schlange. Das große Ziel aller war es daher, eine Visitenkarte von den Lektor*innen zu erhalten, um das eigene Portfolio hinterher nochmal per Mail zu senden.

Ich war unbeschreiblich glücklich, als ich nach drei langen Messetagen tatsächlich mit einem kleinen Stapel Karten wieder im Zug nach Hause saß. Natürlich weiß ich, dass ein Vistenkärtchen noch lange kein Buchvertrag ist, aber ich bin stolz, den ersten Schritt in diese Richtung getan zu haben. Nun heißt es für mich warten und weiter an meinem Portfolio arbeiten, denn im April besuche ich die Children’s Book Fair in Bologna und sehe dort hoffentlich das ein oder andere Gesicht aus Frankfurt wieder.

Wart ihr schon einmal in Frankfurt oder Bologna auf der Buchmesse? Oder habt ihr euch vorgenommen dort auch mal hinzufahren? Falls ihr einen Tipp für Bologna habt, freue ich mich sehr darüber. :)

In meinem nächsten Blogpost wird es, wie oben angekündigt, ums Pläneschmieden für das (jetzt schon gar nicht mehr so) neue Jahr 2026 gehen. Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr wieder hier vorbeilest.

Macht es gut und bis dahin

Natalie

Hello!

How wonderful that you are reading this. I hope you had a good start to the new year and that 2026 has welcomed you warmly.

While I’m typing this January is already coming to an end, but before we talk about all our exciting plans for 2026 in the next post, I would like to take a look back at last fall.

October was a special month for me, one that was all about picture books. For a long time, I've had the dream to write and illustrate books. However, I thought it was unattainable and kept putting it off. In some undefined future, when I could finally draw and write well enough, I would try. Definitely!

But let's be honest, that moment will never come if we just wait passively for it. Although I knew this, it took an external impulse to finally get me going. This impulse washed over me like a sweet wave of cocoa during a conversation with a lovely customer at the Dokomi convention 2024. While she was putting away her purchases, she casually mentioned that she was an editor and that my style might be well suited to the children's book market. I floated blissfully like a marshmallow in this compliment cocoa, and all I could think about was that my dream to work in the book industry might not be so unrealistic after all.

In November 2024, Katherine (@katoylop) and I self-published our picture book “Everything tastes best together”. It was a labor-intensive undertaking, through which I learned an incredible amount about the process of creating books. Above all, I felt that I definitely wanted to make more books.

In 2025, I began working on a new book project, but I don't want to reveal too much about the story yet. By fall, the project was ready enough to come with me to the Frankfurt Book Fair as an exposé.

Just in time, I was finally able to say goodbye to my air cast and slowly start walking again. It took quite a while for the swelling in my foot to go down and to move it normally again, but I was so grateful and happy to have regained my freedom of movement that I didn't mind at all having to hobble around the book fair at a snail's pace.

Equipped with a small camping stool and plenty of snacks, I found myself in the long lines of illustrators at the publishers' booths for the first time in mid-October. I had diligently researched beforehand which publishers my story might be a good fit for and when they would be holding their consultation hours. I was well prepared, but my heart was still pounding and I feared that the editors would start laughing as soon as I opened my portfolio. Fortunately, this concern did not come true and all the conversations were very appreciative and friendly. However, there was no time for detailed conversations in this setting, as there were often around a hundred illustrators in line. The main goal for everyone was therefore to get a business card from the editors so that they could send their portfolio again by email afterwards.

I was indescribably happy when, after three long days at the fair, I was sitting on the train home with a small stack of cards. Of course, I know that a business card is far from a book deal, but I am proud to have taken the first step in that direction. Now it's time for me to wait and continue working on my portfolio, because in April I'll be visiting the Children's Book Fair in Bologna, where I hope to see some familiar faces from Frankfurt again.

Have you ever been to the book fair in Frankfurt or Bologna? Or are you planning to go there sometime? If you have any tips for Bologna, I'd love to hear them. :)

As announced above, my next blog post will be about making plans for the (now not so) new year 2026. I would be delighted if you stopped by again.

Until then, take care!

Natalie